WM Junge Dressurpferde - Vivaldi-Festival in Verden

Das gab es auch noch nicht bei der Weltmeisterschaft der Jungen Dressurpferde in Verden. Gleich drei Söhne des niederländischen Hengstes Vivaldi belegten die Plätze eins bis drei in der Qualifikation zur Weltmeisterschaft der sechs Jahre alten Dressurpferde: Dream Boy, Dancer Forever und Desperado! Alle drei Hengste haben unterschiedliche Mütter, gemeinsam ist ihnen außer dem Erzeuger allerdings auch die offenkundig überzeugende Galoppade und der großartige Gesamteindruck.

 

Sieger Dream Boy aus einer Ferro-Mutter wurde von Gerdine Maree in Verden vorgestellt und gewann die Gesamtkonkurrenz mit 29 teilnehmenden Pferden mit der Gesamtnote 8,84. Der Rappe punktete vor allem im Galopp, zeigte sich durchlässiger als seine Halbbrüder und lieferte einen überdurchschnittlichen Gesamteindruck ab. Platz zwei mit 8,82 knapp hinter dem Sieger ging an den Fuchshengst Dancer Forever unter Kirsten Brouwer. Der Sohn einer Tango-Mutter hat seine Stärken im Trab und Galopp. Mit 8,76 folgte diesen beiden Vivaldis der dritte, Desperado aus einer Havidoff-Mutter unter Emmelie Scholtens, die schon eine ganze Reihe junger Kandidaten in WM-Finals in Verden vorgestellt hat. Auch er ist ein Rappe wie der Sieger Dream Boy.

 

Für den niederländischen Verband KWPN ist dieses Ergebnis ein großer Erfolg, auch wenn das WM-Finale erst am Sonntag auf dem internationalen Turniergelände in Verden entschieden wird. Platz vier ging an den dänischen Romanov-Sohn Rossetti unter Jan Möller-Christensen und Rang fünf wieder an das KWPN, an Dorado von Krack-Rousseau unter Emmelie Scholtens. Erst auf Rang sechs folgt das beste Pferd aus deutscher Warmblutzucht mit Auheim`s Del Magico von Dimaggio, einem Hannoveraner Hengst, den die Österreicherin Stephanie Dearing in Verden vorstellte.

 

Die WM-Finals stehen damit fast vollständig fest. Sowohl beim Finale der fünf Jahre alten Dressurpferde, als auch beim Finale der Sechsjährigen haben sich die zwölf besten Pferde der ersten WM-Runde qualifiziert. Jeweils drei Startplätze werden aus den so genannten Kleinen Finals vergeben.

 

Derweil sind das Springstadion und das Grand Prix-Stadion inzwischen fest in der Hand der internationalen Teilnehmer. Bereits am Vorabend gewann der Ire Eoin McMahon mit dem irischen Hengst Griffin die erste Qualifikation der mittleren Tour. Dieses klassische schwere Springen nutzten auch die beiden Niedersachsen Gerd Sosath (Lemwerder) und Hartwig Rohde (Werlte), die Platz zwei und drei belegten und der Mannschaftsweltmeister Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit seinem Derbypferd Lex Lugar. Der Oldenburger fühlt sich auf großen Grasplätzen wohl. Nach Platz fünf zum Auftakt, folgte in der zweiten Qualifikation Rang drei für Nagel und Lex Lugar. Rohde gewann mit Havinga`s Amando vor der aktuellen Landesmeisterin Mynou Diederichsmeier (Ganderkesee) auf Danthes H.

 

Thomas Müller muss passen – Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen reitet Quadrille Fussball-Weltmeister Thomas Müller, derzeit in den USA, und Ehefrau Lisa Müller, derzeit in Verden, bekommen vom Hannoveraner Verband ein Fohlen geschenkt. Eine Zack-De Niro-Tochter. Die wollte Müller gemeinsam mit seiner Frau beim Gala-Abend des Internationalen Dressur- und Springfestivals in Empfang nehmen. Allein – die Terminenge verhindert, dass der Torjäger rechtzeitig am Samstagabend in Verden sein kann. Nun schließt Dressurreiterin Lisa Müller, die Bayrische Vize-Meisterin ist, zunächst mal ohne ihren Mann Bekanntschaft mit dem schicken Hannoveraner Fohlen.

 

Quelle: Comtainment GmbH

Martina Brüske

 

Foto: Karl-Heinz Frieler


In den Sattel baten die Veranstalter des Dressur- und Spingfestivals die Bundesministerin für Verteidigung, Ursula von der Leyen. Nun ist das nicht neu für diese Frau, aber erstmals reitet sie gemeinsam mit anderen ehemaligen Auktionsreitern unter Flutlicht eine Quadrille. Von der Leyen gehörte als junges Mädchen zum Auktionsteam in Verden und da ist Flexibilität und die Fähigkeit, sich schnell auf immer andere Pferde einzustellen geradezu Pflicht. Turnierchef Rainer Kiel trommelte nun mehrere ehemalige Reiter aus dem Auktionsteam zusammen, die gemeinsam zur Quadrille antreten. Wann und ob die Choreographie je geübt werden konnte, bleibt das Geheimnis der Teilnehmer. Schnell und flexibel waren sie ja auch früher schon.

 

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