Andreas Brenner & Showman 11 holten Sieg nach Deutschland

Das sind die Geschichten, die diesen Sport so besonders machen und den unverzichtbaren Zusammenhalt zwischen Pferd und Reiter zeigen: Nach vielen gemeinsamen Jahren und dementsprechender Erfolge hatten sich die Wege von Andreas Brenner und „Showman 11“ für einige Monate getrennt. Erst seit wenigen Wochen sind die beiden wieder vereint und hatten hier in der Lake Arena ihr großartiges Comeback geplant. Und das mit Erfolg: Nutzten sie die ersten beiden Equestrian Summer Circuit-Wochen noch für lockere Runden in den Rahmenprüfungen, so legten sie in dieser dritten Veranstaltungswoche mit den schweren Springen los.

 

Das Championat of Wiener Neustadt war für den imposanten Fuchswallach aus Hannover´scher Zucht, den Andreas Brenner ursprünglich aus dem Schulbetrieb gekauft hatte und selbst bis Fünf-Sterne-Niveau ausbildete, jedenfalls ein Klacks und so zog er unter großer Freude mit sechs weiteren Mitstreitern in die Entscheidung ein.

 

Hier hatten sie als erstes Starterpaar das unglückliche Los, eine Richtmarke vorzulegen. Doch das sollte kein allzu großes Hindernis für das langjährige Duo darstellen und so flogen sie sprichwörtlich über die 1,45 Meter hohen Hürden, ließen von Beginn an weder Meter noch wertvolle Sekunden liegen und konnten in 41,49 Sekunden den restlichen Stechreitern unter Druck setzen. Dies galt jedoch nicht für Carina Hindelang, für die die Lake Arena-Events sicherlich bald zu den Lieblingsturnieren zählen werden: Konnte sie sich schon in den vergangenen Wochen mit Erfolgen en suite auszeichnen, so verdiente ihre heutige Performance abermals das Prädikat absolut sehenswert! Voller Konzentration und Übersicht pilotierte sie ihr aktuelles Top-Pferd „Mayar“ über Grundumlauf und Stechen und schaffte mit einem Doppelnuller den Sprung am zweiten Rang. Vom dritten Platz strahlte Jillian Terceira, die einen für uns Österreicher nicht ganz unbekannten Hengst sattelte. „Tamerino“, der schicke Nachkomme des Voltaire und Landgraf, sammelte ja in jungen Jahren mit Bianca Babanitz die ersten Platzierungen bis zur schweren Klasse, fuhr dann mit Hans Frischeis zur WM nach Kentucky und jumpt nun mit der smarten Amazone zu beachtlichen Erfolgen.

 

Spannend gemacht hatten es Hugo Simon und „Freddy 7“, die im Stechen als letzte Starter einen Angriff wagten, jedoch nicht den optimalen Rhythmus fanden und schlussendlich Sechster wurden. Eine Wahnsinnsrunde gelang Magdalena Margreiter auf „Zauberfee 33“. Konnten sie erst am vergangenen Wochenende ihre erste gemeinsame Platzierung im Casino Grand Prix verbuchen, so gab es heute mit einem Abwurf und Rang zwölf auch die ersten Weltranglistenpunkte für die quirlige Nachwuchsreiterin.

 

Doppelsieg für die Gastgeber in der Elite Tour Small

 

Besser hätte man wohl nicht in den Freitag starten können: In der Elite Tour Small sorgte nämlich Stefan Laditsch mit seiner Erfolgsstute „Gracia 5“ für einen fulminanten Heimsieg. Der Burgenländer, der seit Jahren schon von Berufsreiterin Bianca Babanitz gecoacht und trainiert wird, zeigte in seinem bewährt couragierten Stil eine flotte Runde, die ihm in 53,62 Sekunden den Triumph bescherte. Großer Jubel ertönte ebenso am zweiten Rang, denn hier reihte sich Sarah Rudkowska ein. Sie ging mit einem bekannten Routinier ins Rennen und durfte auf sich über eine cooles Einlaufspringen freuen: „Adhesive´s Congratulation“, das langjährige Paradepferd von Natascha Kreutner, präsentierte sich mit seinen 20 Jahren nach wie vor in Top-Form und flog in astreinen 54,40 Sekunden über die 1,10 Meter hohen Hürden. Auf den dritten Rang kamen Vita Sirovina Dvornik und ihr Holsteiner „Afroman“, die in frech angelegten 59,01 Sekunden ihre Runde beendeten.

 

Wilhelm Haberl schlug in der Elite Tour Big zurück

 

Konnten sie im Eröffnungsspringen mit ihrem dritten Rang einen famosen Auftakt feiern, so holte Wilhelm Haberl mit seinem Lucky Light-Wallach „Lucky Sunday 2“ im zweiten Teilbewerb nochmals ordentlich auf: In 55,03 Sekunden war das eingespielte Duo, das unter anderem schon in Ranshofen, Spangenberg oder Linz brillieren konnte, über dem 1,15 Meter hohen Parcours geflogen und verwies die bislang Führende Luisa Himmelreich am zweiten Rang. Die deutsche Amazone, die gestern als großartige Gewinnerin vom Platz ging, konnte wiederum auf ihren „Chacca Lacca“ vertrauen, mit dem sie in 56,36 Sekunden über die Ziellinie brauste. Mit einem Rückstand von knapp zwei Sekunden wurde Daßa Smlatic mit „Freedom“, einem Nachkommen des Nonstop und Lys de Darmen, Dritte.

 

Sie macht´s schon wieder - Merel Ott in der Small Tour erneut on Top

 

Es scheint als hätte sie den ersten Platz schon fix für sich reserviert: Merel Ott und ihre Contendro-Tochter „Castella 54“ lehrten ihrer Konkurrenz bereits im Opening der Kleinen Tour das Fürchten und brausten in der heutigen zweiten Teilprüfung abermals mit der fehlerfreien Bestzeit ins Ziel. In 59,91 Sekunden konnte das geniale Dreamteam Landsmann Kevin Melliger am zweiten Rang zurückhalten. Er setzte auf „Nanu II“, einem Holsteiner nach New Time, und stellte die Spitzenzeit von 61,71 Sekunden auf.

 

Quelle: Mag. Theresa Deisl

 

Foto: Sibil Slejko

- Bester Österreicher Hugo Simon
- Sieger im Championat of Wiener Neustadt Andreas Brenner

Einmal mehr bravourös unterwegs war Bianca Babanitz. Die im Burgendland beheimatete Amazone sorgte ja gestern schon für das beste rot-weiß-rote Ergebnis und setzte ihren Lauf mit „Centina Cat“, ihrer grundschnellen, selbstausgebildeten Centadel-Tochter, beneidenswert fort: Fehlerfreie 62,51 Sekunden verhalfen ihr zum Sprung aufs Treppchen. Zudem platzieren konnten sich Gudrun Pirker und Isabella Paier, die sich mit schnellen Nullern auf den Rängen sieben und fünfzehn klassierten.

 

Jörne Sprehes Glanzrunde brachte Triumph in der Medium Tour

 

Zum Abschluss des Freitages wurde das Publikum der Lake Arena Zeuge einer wahrlich bestechenden Runde: Jörne Sprehe war im Sattel ihres blitzschnellen „Kick Like Bum“ in absoluter Siegerlaune und brauste als drittletzte Starterin dementsprechend hochmotiviert und voller Elan los. Ihr Wagemut sollte sich bezahlt machen und so holte sie in bewährt ansehnlicher Manier den Triumph im zweiten Teilbewerb der Mittleren Tour (57,19 Sekunden). Nur knapp dahinter reihten sich Ghazi Al Jeraiwi und Marcel Wolf auf den Rängen zwei und drei ein. Sie stellten die phänomenalen Zeiten von 57,37 und 58,15 auf. Zu den besten Österreichern zählten David Kranz, Sascha Kainz und Constanze Wenzel. Sie blieben nicht nur makellos ohne Fehler, sondern waren zudem schnell genug, um ganz vorne dabei zu sein. Am Ende schauten in 65,34, 65,87 und 67,85 Sekunden die Plätze zwölf, dreizehn und vierzehn heraus.

 

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