Großer Preis von Berlin um 175.000 Euro in Hoppegarten

Deutschlands Wunderstute Danedream startete hier ihren großen Siegeszug – am Sonntag wird im bedeutendsten Rennen der Hauptstadt einer ihrer Nachfolger gesucht: Der 124. Große Preis von Berlin, unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit, ist DAS Highlight 2014 auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten.

 

Satte 175.000 Euro werden in dieser Gruppe I-Prüfung ausgeschüttet, nur sieben Rennen dieser Kategorie (vergleichbar mit der Champions League im Fußball) gibt es in Deutschland. Schon vor einem Jahr wurde hier Geschichte geschrieben, als der junge Dennis Schiergen als erster Amateurrennreiter überhaupt nach einem Husarenritt mit der Stute Nymphea eine solche Prüfung für sich entschied.

 

Danedreams und Nympheas Trainer Peter Schiergen ist nun im neunköpfigen Feld mit Lucky Speed (A. de Vries) vertreten, dem letztjährigen Derby-Sieger. Im Hansa-Preis in Hamburg erfüllte er nicht ganz die Erwartungen, sollte aber hier weit vorne landen. Besitzer ist der in Berlin lebende Unternehmer Arend Oetker mit seinem Rennstall Hornoldendorf, der noch nie live bei einem Start eines seiner Pferde vor Ort war. Jockey Adrie de Vries beherrscht in diesem Jahr die Jockey-Statistik in Deutschland.

 

„Lucky Speed hat die Pause seit Hamburg gut genutzt. Ich glaube, dass er bei einem guten Rennverlauf nun deutlich besser laufen wird“, sagt Peter Schiergen.

 

Bestens passen würde natürlich ein Erfolg der Stute Berlin Berlin (F. Tylicki) im Großen Preis von Berlin, die im Besitz des Gestüts Görlsdorf der Familie Bischoff-Lafrentz steht, die auch den Derbysieger Sea The Moon ihr eigen nennt.Ihr Trainer Markus Klug ist der Aufsteiger dieser Saison, steht auf Platz eins der Rangliste. Er bietet zudem mit Hey little Görl (F. Blondel) eine weitere Stute für diese Zuchtstätte aus der Uckermark auf.

 

Mit Earl of Tinsdal (E. Pedroza) gibt sich auch der Derby-Zweite von 2011 die Ehre. Allerdings war der Hengst in dieser Saison noch nicht am Start. Gestüt Schlenderhans Iniciar (F. Minarik) hat ebenfalls das Zeug, sich in dieser Klasse zu etablieren. Der Ehrenplatz im Grand Prix de Lyon war erstklassig.

 

Brandgefährlich ist sicherlich der Dreijährige Sirius (St. Hellyn) aus dem Erfolgsstall von Altmeister Andreas Löwe, der in diesem Jahr von einem Erfolg zum anderen eilt. Seine Hoffnung war gerade als Dritter im Hansa-Preis noch vor Lucky Speed – und das nach einem sehr unglücklichen Rennverlauf. Er wurde ebenso für 17.500 Euro für dieses Rennen nachgenannt wie die gerade in einem Münchener Listenrennen erfolgreiche Emily of Tinsdal (M. Harley), die Halbschwester von Earl of Tinsdal.

 

Die Berliner Interessen vertritt mit Open your Heart (M. Demuro) aus dem Gestüt Karlshof der Überraschungs-Dritte des IDEE 145. Deutschen Derbys. Aus Schweden reist Hurricane Red (E. Chaves) an, der sich in dieser Gesellschaft vielleicht ein Platzgeld holen kann.

 

Quelle: Direktorium für Vollblutzucht und Rennen e.V.

 

Foto: Marc Ruehl