Der unglaubliche John Whitaker siegt im GLOCK's CSI5* Grand Prix – Stefanie Bistan auf Platz 9

Die Premiere des ersten CSI5*-Turnieres im GLOCK HORSE PERFORMANCE CENTER gipfelte heute mit dem GLOCK's CSI5* Grand Prix in einem Springsportkrimi, welcher die Zuseher auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle mitnahm. Bis auf den letzten Platz war das Turniergelände besetzt und die 44 TeilnehmerInnen sorgten mit ihren Ritten für Gänsehaut auf den vollbesetzten Rängen.

 

Das 1,60 m hohe und mit 450.000 Euro dotierte Weltranglistenspringen verlangte sowohl von den Pferden als auch ReiterInnen einhundertprozentige Konzentration. Als größte Klippen stellten sich die Folgen der drei- und zweifachen Kombination sowie ein schwarzer Steilsprung als vorletztes Hindernis heraus. An diesem kassierten unter anderem GLOCK Rider Gerco Schröder (NED) und der bis dahin so unglaublich springende GLOCK's London einen Flüchtigkeitsfehler. Den Einzug in das Stechen schafften nach einem fehlerfreien Grundumlauf sechs TeilnehmerInnen und die Spannung stieg ins Unermessliche.

 

In gestürzter Reihenfolge ging es für die Athleten ein letztes Mal an diesem Wochenende in die Arena des GHPC. Eine Stecknadel hätte man während jedes einzelnen Rittes fallen hören können und als Vorjahressieger John Whitaker (GBR) mit seinem zwölfjährigen Arko II-Sohn als Schlussreiter in die Bahn galoppierte erreichte dieses großartige Finale seinen Höhepunkt. Daniel Deusser (GER) lag mit First Class van Eeckelghem in Führung, 38,51 Sekunden galt es zu schlagen.

Whitaker ließ Argento von Beginn an ordentlich nach vorne galoppieren, sobald dessen Hufe wieder den Boden berührten setzte er zu den Wendungen an und auf der langen Schlusslinie zum mächtigen GLOCK Oxer legten die Beiden einen Aufgalopp hin, dass so manchem der Atem stockte! Bei 37,76 Sekunden stoppte die Uhr und es war klar: John Whitaker und Argento wiederholten ihren GLOCK's Grand Prix Sieg vom vergangenen Jahr! "Ich habe wirklich nicht erwartet nochmal zu gewinnen! Aber Argento gefällt es hier in Villach. Hoffentlich geht es so weiter", zeigte sich der Routinier glücklich bei der Siegerehrung.

 

Daniel Deusser rutschte damit auf Platz zwei, die Schwedin Malin Baryard-Johnsson und ihr einäugiger Hengst H&M Tornesch brillierten auf dem dritten Platz (0/39,44).

 

Eine ganz tolle Leistung zeigte auch die junge Niederösterreicherin Stefanie Bistan. Mit ihrer genial springenden Bogegaardens Apollonia verzeichnete sie lediglich einen wirklich ärgerlichen Abwurf und wurde als beste Österreicherin neunte in diesem außerordentlich schweren Springen.

 

CSI5*-Legendensieg von John Whitaker

 

Spitzensport wurde im ersten Bewerb des CSI5*-Finaltages von 39 Aktiven in der CSI5*-2-Phasen-Springprüfung über 1,45 m gezeigt. Doch diesmal stand nicht nur der Sport im Fokus, sondern viel mehr noch das Andenken an Klaus Payrer. Gemeinsam mit seiner Uli waren die Siegerehrungen der GLOCK-Turniere sein Reich und als liebevolle Erinnerung an ihn trug der erste 5*-Bewerb heute seinen Namen.

 

Für dieses von Emotionen geprägte Springen hätte es wohl keinen würdigeren Sieger als "The Living Legend" John Whitaker (GBR) geben können. Ihm ging mit dem zehnjährigen Cassini II-Nachkommen Lord of Arabia eine Traumrunde auf und 38,71 Sekunden bedeuteten den Sieg in dem Weltranglistenspringen. „Ich versuche immer zu gewinnen, heute hat es wieder einmal geklappt." strahlte John Whitaker über seinen Erfolg am Finaltag.

 

Die Generation der 'jungen Wilden' wurde auf Platz zwei durch den Schweizer Youth-Olympic-Games Goldmedaillengewinner Martin Fuchs (SUI) vertreten. Mit dem zehnjährigen Holsteiner PSG Future versuchte er Whitakers Zeit zu unterbieten, doch in 39,91 Sekunden musste er dem Routinier dann doch den Vortritt lassen. Sterrehof's Voltaire, ein zwölfjähriger Sohn des Now or Never, sprang unter seinem Reiter Marc Houtzager (NED) gewaltig und in der Zeit von 40,12 Sekunden auf den dritten Rang.

 

Stefanie Bistan (AUT/NÖ) rangierte nach einer tollen Runde mit der Mecklenburger Stute Celline 2 auf dem neunten Rang. Alice Janout (AUT/NÖ) pilotierte den elfjährigen Wodka Lime auf den elften, Christian Juza (AUT/S) seinen Quidam de Revel-Sohn Never des Etisses auf den zwölften Endrang.

 

Eva Bitter siegt im GLOCK's 2* Grand Prix

 

Dem GLOCK's CSI2* Grand Prix entsprechend anspruchsvoll präsentierte sich das zweite Weltranglistenspringen über 1,45 m, das im Stechen entschieden wurde. 31 Teilnehmerpaare trugen sich in die Starterliste ein, acht von ihnen gelang ein Ritt ohne Hindernisfehler. Ins Stechen kamen jedoch nur drei von ihnen, denn fünf Paaren wurde das Zeitlimit zum Verhängnis.

In der Entscheidung ging Marianne Schindele (AUT/K) mit ihrem neunjährigen Merrywell Alfie Douglas als Erste an den Start und legte gleich eine souveräne Nullrunde in 49,78 Sekunden hin. Ihre Zeit wurde jedoch gleich darauf von der amtierenden Deutschen Meisterin Eva Bitter und ihrem wieselflinken Hannoveraner Hengst Perigueux unterboten. Drei Sekunden nahm diese der Kärntnerin ab, 46,33 Sekunden war nun die neue Richtmarke.

 

Jillian Terceira (BER) und ihr Tamerino versuchten diese als letztes Duo im Stechen zu unterbieten, doch nach einem frühen Abwurf nahm die Siegerin vom Samstag das Tempo ein wenig heraus und beendete den GLOCK's 2* Grand Prix auf dem dritten Rang. „Der Sieg hier im GLOCK's 2* Grand Prix wird mir die 1.000 km lange Heimfahrt sicherlich ein wenig verkürzen!“, lachte Eva Bitter beim Siegerinterview. „Ich habe dieses Wochenende in vollen Zügen genossen und das war jetzt der krönende Abschluss.“

 

Neben der zweitplatzierten Marianne Schindele holten Jürgen Krackow (S) auf Ailonka (5.Pl.), Matthias Atzmüller (OÖ) auf Activity B (8.Pl.), Sabrina Pollhammer (B) auf Bal Pare 2 (9.Pl.), Monika Niederländer (V) auf Cornet 2 (10.Pl.), Markus Stock (K) auf Quick Step 6 (11.Pl.) und Patrick Prömer (St) auf Whinny Loretto (13.Pl.) Platzierungen für die Alpenrepublik.

 

Quelle: Ruth M Büchlmann Geschäftsführung | REITSPORTNEWS - DIE PFERDESPORTAGENTUR | www.reitsportnews.at | info@reitsportnews.at

 

Foto: © Michael Rzepa + © Arnd Bronkhorst

Die Titelverteidigung ist John Whitaker (GBR) und Argento in beeindruckender Manier gelungen. © Michael Rzepa
Der Deutsche Meister Daniel Deusser und First Class van Eeckelghem begeisterten das Publikum (2. Platz). © Arnd Bronkhorst
Stefanie Bistan (AUT/NÖ) und Bogegaardens Apollonia glänzten auf dem neunten Rang. © Michael Rzepa