Knapper geht’s nicht

Maxi Schmid siegte mit einem Hundertstel Vorsprung in der Lake Arena

 

Lake Arena – Wer sich am Mittwochabend die zweite Etappe der Premium anschaute, wurde in keinster Weise enttäuscht. Die Prüfung über 1,30 Meter zählte zwar nicht unbedingt zu den ganz großen Höhepunkten, die das vierwöchige Equestrian Summer Circuit zu bieten hatte, aber das international aufgestellte Teilnehmerfeld lieferte sich bis zum Schlussreiter ein spannendes Rennen um die besten Plätze, sodass man rasante Ritte und ein spektakuläre Springen miterleben durfte. Der Ausgang hätte sich auch nicht knapper gestalten können, denn am Ende machte auch nur eine Hundertstel den Triumph aus: Mussten sie sich gestern noch am zweiten Rang geschlagen geben, so triumphierten Maximilian Schmid und „Lords Guy“ am heutigen Tage mit dem ersten Platz und heimsten eine der begehrten dunkelblauen Lake Arena-Siegerdecken ein und die – das bewies der 24-Jährige in den letzten Jahren immer wieder – passen gut in das Repertoire des Fixkraftteamreiters.

 

In bewährt couragierter Manier flog der Deutsche förmlich über den Parcours und konnte zwei seiner härtesten Mitstreiter auf die Ränge zwei und drei verweisen. Den zweiten Platz sicherte sich Landsmann Andreas Brenner. Der Spring Festival Grand Prix-Sieger sattelte mit „Showman 11“ sein langjähriges Erfolgspferd, mit dem er doch etliche schwere Springen für sich entscheiden konnte. Am dritten Rang platzierte sich Markus Saurugg, der sich einmal mehr mit seiner grundschnellen „Zita 94“ am Siegespodest auszeichnete. Darüber hinaus gab es mit Stefan Eder und Bianca Babanitz zwei weitere rot-weiß-rote Platzierungen. Dem Salzburger gelang als Schlussreiter das viertbeste Ergebnis und Bianca Babanitz demonstrierte mit „Latin“ eine makellose Runde, die für den hervorragenden zehnten Rang reichte.

 

Platz eins verteidigt - Niels Bulthuis erneut siegreich in der Children Tour

 

Die internationale Children Tour hatte auch den heutigen zweiten Veranstaltungstag beim Equestrian Summer Circuits eröffnet. Optimales Turnierwetter lud nicht nur die aktiven Arrivierten an diesem Mittwochvormittag zum Reiten ein, sondern auch die restlichen Lake Arena-Gäste, die ihre Pferde auf der Rennbahn lässig galoppieren ließen, auf den Außenplätzen locker arbeiteten oder einfach rund um den See bei einer Schrittrunde die Sonne genossen. Abseits der Stallungen hatte man es sich in den verschiedenen Chill Out- oder Gastro-Bereichen gemütliche gemacht. Das Areal bot jedenfalls jede Menge bequeme Plätzchen, wo man sowohl den Sport miterleben als auch die gemeinsame Zeit mit Freunden genießen konnte. Einer der wohl Glücklichsten an diesem Morgen war mit Sicherheit Niel Bulthuis. Die weite Reise aus den Niederlanden hatte sich für den erst 14-jährigen Jungspund nach zwei brillanten Auftritten bereits ausgezahlt: Konnte er gestern schon auf „California Girl Z“ mit dem einzigen fehlerfreien Ritt aufhorchen lassen, so triumphierte er heute abermals mit einem Nuller von der Spitze und verwies Kontrahenten Luca Ferrari am zweiten Rang.

 

Quelle: Mag. Theresa Deisl

 

Foto: Sibil Slejko

Premium Tour-Sieger Maximilian Schmid.
Premium Tour-Sieger Maximilian Schmid.

Zweite Teilprüfung der Jungpferde Tour brachte 39 Nuller

 

Ab 12:30 Uhr ging es am Mittwoch mit den Prüfungen der Youngster Touren weiter. Die fünf-, sechs- und siebenjährigen Nachwuchsrösser stellten sich schon ihrem zweiten Teilbewerb und waren somit schon am besten Weg zu ihrem Finalspringen.

 

Wer sich bei den fünfjährigen Cracks besonders hervorheben konnte war neben Natalia Czernik mit „Calatin“, Philipp Schober auf „Casper H“, Sven Joseph Hadley mit „Castlefield Cassie“, Vincenzo Chimirri mit „Dakota D´Hyrencourt“, Clio Boni auf „Quaninbo“ und Kathrin Müller auf „Bombay“ auch Bianca Babanitz mit ihrer „Bella Luna 4“. Sie alle machten nicht nur heute mit ihren Nullrunden auf sich aufmerksam, sondern blieben auch im gestrigen Opening schon astrein ohne Fehler. Unter den am heutigen Tag vierzehn fehlerfrei gebliebenen StarterInnen wurde auch Valentina Pfeifer prämiert. Die Tirolerin ist seit letztem Jahr bei Berufsreiterin Kathrin Müller angestellt und präsentierte mit „Cara Mia“ eine Colman-Tochter vom Gut Beringhof, die sämtliche Hürden des 1,15 Meter hohen Parcours mit Bravour löste.

 

Zwölf TeilnehmerInnen holten sich anschließend bei den Sechsjährigen mit ihren fehlerfreien Ritten die Prämierung am ersten Rang ab. Bemerkenswert waren einmal mehr Markus Saurugg und seine Casall-Tochter „Austria 2“ unterwegs: Die beiden konnten ja beim vor Wochen ausgetragenen Spring Festival den Sieg im Finalspringen und trumpften bereits gestern schon mit einem Platzierung im Spitzenfeld auf. Unter dem siegreichen Dutzend reihte sich auch Charlotte Dobretsberger, der rot-weiß-rote Spitzenamazone aus dem Vielseitigkeitslager, mit „Larifari 2“ ein. Ebenso wie Szabolcs Krucsó mit dem Westfalenwallach „Global Loveaffair“ von Lapollo, aus der Zucht von Michael Steinbrecher.

 

Bei der dritten und letzten Jungpferdeprüfung der siebenjährigen Youngsters schafften exakt Dreizehn den Sprung am ersten Rang. Mit Helmut Morbitzer, Sascha Kainz und Bianca Babanitz waren auch drei österreichische Reiter unter den Platzierten. Sowohl Helmut Morbitzer auf „Fürst Reiner“ als auch Sascha Kainz mit „Quasibobo Z“ sorgten im gestrigen Opening schon mit ihren Nullern für rot-weiß-rote Platzierungen und können also mit viel Zuversicht ins Finale einziehen. Landsfrau Bianca Babanitz setzte bei ihrem ruhmreichen Ritt auf „Upgrade´s Son“, der wie sie uns verrät mit seiner Ramiro-Mutter ein Halbbruder von Jungspund „Bella Luna 4“ ist. Und weil die Stute ja schon mit zwei Nullrunden in der Youngster Tour für fünfjährige Pferde glänzte, zog der Westfalenwallach heute mit einem Top-Ergebnis nach.

 

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