Andrej Holly triumphierte beim Lake Arena Spring Festival

Den gefinkelten, mit etlichen Hürden versehenen Grundparcours des Medium Tour Finales absolvierten zehn hochkarätige ReiterInnen ohne Fehler. Jeder einzelne von ihnen war schnell und gut genug, um zu gewinnen, und so konnte man sich auf ein spannungsgeladenes Stechen einstellen. Die beste Strategie wählte ein nervenstarker Andrej Holly, dem auf seinem „James“ eine grandiose Runde aufging. Weder die eng gerittenen Wendungen noch dertückisch lange Weg zur Oxer-Oxer-Kombination hin stellte für sie ein Problem dar und so sicherten sie sich in 47,70 Sekunden den Triumph im 1,40 Meter hohen Finalspringen. Am ehesten an diese Richtmarke rangekommen waren zwei pfeilschnelle Amazonen aus Deutschland: Zum einen holte sich Marie Lütgenau auf ihrem Indoctro-Sohn „Wizzerd“ Rang zwei. Sie hatten nach einer genialen Runde die tolle Zeit von 48,50 Sekunden aufgestellt. Zum anderen brillierte Kathrin Müller als Schlussreiterin am dritten Rang. Sie wählte mit ihrer „Rhapsodie St Jean“ das richtige Mittelmaß zwischen Risikobereitschaft und Übersicht und kam in 49,30 Sekunden ins Ziel. Die beste Österreicherin im samstägigen Hauptspringen war Isabella Paier, die mit „Avellino 2“ für eine kleine Überraschung sorgte und sich über den ausgezeichneten achten Rang freuen durfte. Leider schieden Stefan Eder und Franz Steinwandtner im Stechen aus und holten am Ende aber noch eine Prämierung am neunten Rang. Ganz knapp den Einzug in die Entscheidung verpassten Mario Bichler und sein erst achtjähriger „Don Dickson“, die die erlaubte Zeit im Umlauf überschritten und somit zwei Zeitfehler kassierten. Ihre Leistung wurde aber noch mit Rang zwölf und einer Platzierung belohnt.

 

Nikoletta Juhasz trumpfte in der Elite Tour auf

 

Bei fantastischen 55,71 Sekunden stand am heutigen Vormittag die Siegerzeit der Elite Tour. Diese wurde aufgestellt von der Nikoletta Juhasz. Die Ungarin, die kommenden Donnerstag ihren 21. Geburtstag feiern wird, sattelte ihren „Amigo CS“ und hatte im 1,15 Meter hohen Parcours alles richtig gemacht: Hohes Tempo, eng und riskant gerittene Wendungen und mit der notwendigen Courage ausgestattet, um als Siegerin vom Platz zu gehen.

 

Quelle: Mag. Theresa Deisl | Foto: © Sibil Slejko


Selbst Schlussreiterin Svitlana Vinnichenko musste sich da nach ihrem flott angelegten Ritt geschlagen geben und galoppierte auf ihrer bildhübschen Fuchsstute „Lovely Orsza S“ in 56,65 Sekunden am zweiten Rang. Auf Platz drei rangierte mit Wolfgang Kowald der beste Österreicher. Der Schüler von Mario Bichler kam auf „Genius 7“ in 59,03 Sekunden ins Ziel. Unter den besten Zwölf und somit auch unter den Platzierten jumpten des Weiteren Nora Poschalko am achten, Akela Sixta am siebenten, Stefan Laditsch am zehnten, Rudolf Schwarz am elften und Doris Hackl am zwölften Rang.

 

Natalia Belova flog in der Small Tour allen davon

 

Wer wagt, gewinnt! Mit dieser Strategie legte Natalia Belova in der zweiten Teilprüfung der Small Tour alles auf eine Karte und konnte sich mit ihrem genial mitkämpfenden „Orki de VY“ im höchsten Maße auszeichnen. Mussten sie sich im Opening noch hinter dem Auftaktsieger Markus Saurugg am zweiten Rang geschlagen geben, so holte sie heute über drei Sekunden Vorsprung auf den Steirer heraus.

 

Die aktuelle Nummer fünf von Österreich sattelte den hübschen Hengst „Baloubet by Etl“, mit dem er von Anfang an Tempo riskierte und die 1,25 Meter hohe Prüfung zügig durchritt. Am Ende schauten 60,96 Sekunden und der zweite Endrang heraus. Flott unterwegs war zudem Stilistin Alexandra Fricker, die in bewährt souveräner Manier im Parcours bestach und mit ihrem „Luke 120“ in 62,22 Sekunden Rang drei holte.

 

Mit frech angelegten Runden zeichneten sich Peter Englbrecht und Kathrin Weinberger unter den Top-Five aus. Der Oberösterreicher ging mit Neuzugang „Couleur Royal“ ins Rennen. Den Halbbruder der weltweit bekannten Juvina – beide stammen ja von Christian Großholzners Grannus-Stute Juwelessa ab – hatte er trotz der relativ kurzen gemeinsam Zeit schon optimal im Griff und sicherte sich heute in 62,39 Sekunden eine Top-Platzierung auf internationalem Terrain. Nicht minder zufrieden durfte Kathrin Weinberger über ihre Leistungen sein, denn sie wurde gemeinsam mit Erfolgsstute „Flying Freya Z“ auf Rang fünf prämiert. Sicher null geblieben war auch Dr. Franz Steinwandtner auf seinem Balou du Rouet-Sohn „Barolo 4“: Ihre 76,82 Sekunden bedeuteten Platz zwölf.

 

Youngster Tour Finalsieger kamen aus Österreich - Markus Saurugg & Austria 2 deklassierten die Konkurrenz

 

Einfach chancenlos waren die TeilnehmerInnen im Finale der Youngster Tour für sechs- und siebenjährige Pferde gegen Markus Saurugg, der sich den überragenden Triumph holen konnte. Im Sattel seiner erst sechsjährigen Casall-Tochter „Austria 2“ zeigte er den Kontrahenten, wie man ein Stechen anzulegen hatte, und beeindruckte mit über 1,5 Sekunde Vorsprung an der Spitze. Trotz der technischen Anforderungen wie der dreifachen Kombination, die über eine Folge von der Triple-Barre weg anzureiten war, oder der letzten Dreier-Linie direkt neben dem Ausgang zog knapp die Hälfte des Starterfeldes nach dem Umlauf ins Stechen ein. Dort musste man nochmals alles geben, um ganz vorne zu stehen oder zumindest platziert zu sein, denn nur die besten Zwölf wurden am Ende auch mit Schleife und Preisgeld prämiert. Als vierter Starter in der Entscheidung lieferte Kamil Papousek eine Traumrunde ab. Gemeinsam mit dem sechsjährigen „Flying“ nach Sanvaro stellte er das Top-Ergebnis von 36,69 Sekunden auf, das bis zum Schluss auch nur einmal unterboten werden konnte und zwar von Markus Saurugg.

 

Der rot-weiß-rote Kaderreiter, der ja mit seinem Paradepferd „Texas I“ am besten Weg zur WM nach Frankreich ist, kann ja ordentlich Gas geben und das zeigte er einmal mehr im finalen Stechen der Youngster Tour. Seine geniale Partnerin im Parcours war keine Unbekannte und hört auf den klingenden Namen „Austria 2“. Mit ihr trumpfte er ja schon im letzten Jahr bei den Fünfjährigen des Öfteren auf und meisterte heuer den Sprung in die nächste Klasse mit Bravour. Nachdem sie den Umlauf locker gelöst hatten, gaben sie im Stechen ordentlich Risiko, flogen mit vollem Speed über den verkürzten Kurs und imponierten mit der fehlerfreien Bestzeit von phänomenalen 34,99 Sekunden. Das entlockte dem Finalsieger ein Grinsen beim Ausreiten:„ Also genügend Galopp haben wir.“

 

Mit 38,30 Sekunden durfte sich Clarissa Crotta nicht nur über den hervorragenden dritten Endrang freuen, sondern auch über ein grandioses Nachwuchspferd, denn ihr „Chac Balou N“ hatte sowohl im Grundparcours als auch im Stechen seine Klasse bewiesen und punktete einer tollen Art an den Hindernissen. Zweimal doppelnull geblieben war Helmut Morbitzer, der – wie er selber sagt – mit seinen Nachwuchscracks „Fürst Reiner“ und „Du und ich 2“ zwei außergewöhnliche Parcourshoffnungen im Stall hat.

 

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